
Kitchen Debates
Das Diskursprogramm der neuen Frankfurter Stadtteilküche
1959 diskutierten der damalige US-Vizepräsident Richard Nixon und der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow in einer Musterküche auf einer amerikanischen Ausstellung in Moskau über die Überlegenheit von Kapitalismus und Kommunismus. Die als Kitchen Debate bekannt gewordene Auseinandersetzung machte die Küche zum Schauplatz eines globalen politischen Konflikts.
An diesen historischen Moment knüpfen die Kitchen Debates der Frankfurter Stadtteilküche an. Denn auch heute ist die Küche ein umkämpfter politischer Ort: Hier verdichten sich Fragen von Ernährung, Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit und Care-Arbeit.
Die Stadtteilküche wird zum öffentlichen Verhandlungsraum. Wissenschaft, Aktivismus, Politik, Praxis und Nachbarschaft kommen zusammen, um über die Herausforderungen der Ernährungskrise und alternative Modelle der Daseinsvorsorge zu diskutieren. Dabei wird nicht nur gesprochen: Während der Vorträge und Debatten wird gemeinsam geschnippelt, gekocht, gespült und vor allem gegessen. So findet Diskurs nicht trotz oder jenseits von Sorgearbeit statt, sondern mit und durch sie.
Im Mittelpunkt stehen konfliktorientierte Gespräche, kontroverse Debatten und der Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven. Die Kitchen Debates verstehen Dissens nicht als Hindernis, sondern als Voraussetzung für neue Ideen.
*Mitreden statt zuhause bleiben! Kostenfreie Kinderbetreuung durchgehend während der Kitchen Debates.
21.08.2026
Kitchen Debate #1:
DIE PRODUKTION
Kritische Einblicke in die
landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion
und zukunftsfähige Alternativen.
Ort: Platz vor der Philippuskirche,
Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt
11 Uhr: La Via Campesina: Kleinbäuerlicher Widerstand gegen das globale Ernährungssystem (AT)
mit Paula Gioia (La Via Campesina)
13 Uhr: Land_Wirtschaften, EU-Agrarpolitik & jungbäuerliche Zukunft?!
mit Margarethe Hinterlang (Bionales), Tim Carlo Bettermann und Elias Gruber (Junge AbL Nordhessen)
15 Uhr: Abwaschsongs
mit Slowklahoma
22.08.2026
Kitchen Debate #2:
ANGEBOT UND NACHFRAGE
Ernährungsgerechtigkeit im Fokus:
Wer profitiert von der Lebensmittelindustrie
und wer verliert?
Ort: Platz vor der Philippuskirche,
Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt
10 - 16 Uhr
11 Uhr: Ernährungsarmut in Deutschland: Wer kann sich gutes Essen leisten?
mit Monja Ben Messaoud (Nationale Armutskonferenz)
12 Uhr: Was braucht es für ein faires und nachhaltiges Ernährungssystem?
mit Jan-Felix Thon (Lidl Enteignen und Ko-La Leipzig
13 Uhr: Ästhetik und Organisierung der Fahrradlieferant*innen
mit Sarah Charlotte Bloch und Antonio Fernandes Coelho (Riders Cantina)
15 Uhr: Abwaschsongs

mit:
Paula Gioia
ist Imker*in, Bäuer*in in einem Hofkollektiv in Brandenburg und Initiator*in der Debatte um Gendervielfalt innerhalb der Europäischen Koordination Via Campesina
Margarethe Hinterlang
ist Vorständin im Verein Bionales, der verschiedene Initiativen, z.B. den Schulgarten im Ostpark, den Ernährungsrat u. a. trägt. Der Verein fördert die regionale ökologische Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung und gesunde nachhaltige Ernährung in der Außer Haus Verpflegung, Gastronomie und Bildungsprojekten. Margarethe Hinterlang arbeitet und lebt am gemeinschaftlich biologisch-dynamisch bewirtschafteten Dottenfelderhof in Bad Vilbel.
Elias Gruber
ist neben seinem Engagement bei der jungen AbL außerdem als Agrarwissenschaftler tätig in Praxisforschungsnetzwerken in Hessen. Dort arbeitet er an der Schnittstelle zwischen landwirtschaftlichem Alltag auf den Höfen und agrarwissenschaftlicher Forschung.
Tim Carlo Bettermann
studiert am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel. In seinem Master-Studium befasst er sich u.a. mit der Gemeinsamen Argarpolitik der EU (GAP) und der Frage, wie diese bäuerliche Betriebe langfristig erhalten und Junglandwirt:innen aktiv unterstützen kann.
Bettermann und Gruber sind Mitglieder der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Nordhessen.
Monja Ben Messouad
Jan-Felix Thon
st aktiv in der Initiative „Lidl & co. enteignen“, Gärtnermeister und Vorstand der solidarischen Landwirtschaft und Genossenschaft Ko-La Leipzig.
Sarah Charlotte Bloch
erlernte als Kind schon die französische Haute Cuisine von ihrer Großmutter, ist Modedesignerin, hat Lehraufträge als bildende Künstlerin, vermittelt Jugendlichen in Kunstkursen das Zeichnen und António und seinen Rider-Kollegen, wie gut vegetarisch/vegane Küche sein kann.
Antonio Fernandes Coelho
27.09.2026
Kitchen Debate #3: AUFSTAND AUS DER KÜCHE
Was passiert, wenn die Sorgearbeit im Zentrum einer Gesellschaft steht?
Ort: Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
10 - 16 Uhr
mit Beiträgen von u. a. Dr. Johanna Leinius
mit:
Dr. Johanna Leinius
ist wissenschaftliche Geschäftsführerin des Cornelia Goethe Centrums, Forscherin zu Diskursen und Praktiken der Verteidigung von Körper, Territorium und Leben in Protest- und Widerstandsbewegungen gegen extraktive Projekte in Mittel- und Südamerika und Deutschland.
Monja Simon
ist Social Designerin und Community-Architektin. Mit einer feministischen, kritischen Perspektive erforscht sie verkörperte Methoden wie das Fermentieren, um starre Grenzen zwischen Räumen, Spezies und Sorge-Strukturen sichtbar zu machen und neu zu verhandeln.

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04.10.2026
Kitchen Debate #4:
GREAT LOCAL KÜFA SUMMIT
Alternative Entwürfe der Gemeinschaftsverpflegung. Netzwerkveranstaltung für alle Aktiven der solidarischen Gemeinschaftsverpflegung.
Ort: Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
10 - 16 Uhr
mit Beiträgen von u. a. Dr. Elise Wach
mit:
Dr. Elise Wach
möchte dazu beitragen, Ernährungssysteme zu schaffen, die ökologisch regenerativ, sozial gerecht und demokratisch sind. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwicklungsstudien der University of Sussex / Brighton.


Kitchen Debates
Das Diskursprogramm der neuen Frankfurter Stadtteilküche
1959 diskutierten der damalige US-Vizepräsident Richard Nixon und der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow in einer Musterküche auf einer amerikanischen Ausstellung in Moskau über die Überlegenheit von Kapitalismus und Kommunismus. Die als Kitchen Debate bekannt gewordene Auseinandersetzung machte die Küche zum Schauplatz eines globalen politischen Konflikts.
An diesen historischen Moment knüpfen die Kitchen Debates der Frankfurter Stadtteilküche an. Denn auch heute ist die Küche ein umkämpfter politischer Ort: Hier verdichten sich Fragen von Ernährung, Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit und Care-Arbeit.
Die Stadtteilküche wird zum öffentlichen Verhandlungsraum. Wissenschaft, Aktivismus, Politik, Praxis und Nachbarschaft kommen zusammen, um über die Herausforderungen der Ernährungskrise und alternative Modelle der Daseinsvorsorge zu diskutieren. Dabei wird nicht nur gesprochen: Während der Vorträge und Debatten wird gemeinsam geschnippelt, gekocht, gespült und vor allem gegessen. So findet Diskurs nicht trotz oder jenseits von Sorgearbeit statt, sondern mit und durch sie.
Im Mittelpunkt stehen konfliktorientierte Gespräche, kontroverse Debatten und der Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven. Die Kitchen Debates verstehen Dissens nicht als Hindernis, sondern als Voraussetzung für neue Ideen.
*Mitreden statt zuhause bleiben! Kostenfreie Kinderbetreuung durchgehend während der Kitchen Debates.
21.08.2026
Kitchen Debate #1:
DIE PRODUKTION
Kritische Einblicke in die
landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion
und zukunftsfähige Alternativen.
Ort: Platz vor der Philippuskirche,
Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt
11 Uhr: La Via Campesina:
Kleinbäuerlicher Widerstand
gegen das globale Ernährungssystem (AT)
mit Paula Gioia (La Via Campesina)
13 Uhr: Land_Wirtschaften,
EU-Agrarpolitik & jungbäuerliche Zukunft?!
mit Margarethe Hinterlang (Bionales),
Tim Carlo Bettermann und
Elias Gruber (Junge AbL Nordhessen)
15 Uhr: Abwaschsongs
mit Slowklahoma
22.08.2026
Kitchen Debate #2:
ANGEBOT UND NACHFRAGE
Ernährungsgerechtigkeit im Fokus:
Wer profitiert von der Lebensmittelindustrie
und wer verliert?
Ort: Platz vor der Philippuskirche,
Raiffeisenstraße 70-72, 60386 Frankfurt
10 - 16 Uhr
11 Uhr: Ernährungsarmut in Deutschland:
Wer kann sich gutes Essen leisten?
mit Monja Ben Messaoud
(Nationale Armutskonferenz)
12 Uhr: Was braucht es
für ein faires und nachhaltiges
Ernährungssystem?
mit Jan-Felix Thon
(Lidl Enteignen und Ko-La Leipzig
13 Uhr: Ästhetik und Organisierung
der Fahrradlieferant*innen
mit Sarah Charlotte Bloch
und Antonio Fernandes Coelho (Riders Cantina)
15 Uhr: Abwaschsongs
27.09.2026
Kitchen Debate #3:
AUFSTAND AUS DER KÜCHE
Was passiert, wenn die Sorgearbeit
im Zentrum einer Gesellschaft steht?
Ort: Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
10 - 16 Uhr
mit Beiträgen von u. a. Dr. Johanna Leinius
04.10.2026
Kitchen Debate #4:
GREAT LOCAL
KÜFA SUMMIT
Alternative Entwürfe der Gemeinschaftsverpflegung. Netzwerkveranstaltung für alle Initiativen
der solidarischen Gemeinschaftsverpflegung.
Ort: Künstler*innenhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
10 - 16 Uhr
mit Beiträgen von u. a. Dr. Elise Wach
mit:
Paula Gioia
ist Imker*in, Bäuer*in in einem Hofkollektiv in Brandenburg und Initiator*in der Debatte um Gendervielfalt innerhalb der Europäischen Koordination Via Campesina
Margarethe Hinterlang
ist Vorständin im Verein Bionales, der verschiedene Initiativen, z.B. den Schulgarten im Ostpark, den Ernährungsrat u. a. trägt. Der Verein fördert die regionale ökologische Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung und gesunde nachhaltige Ernährung in der Außer Haus Verpflegung, Gastronomie und Bildungsprojekten. Margarethe Hinterlang arbeitet und lebt am gemeinschaftlich biologisch-dynamisch bewirtschafteten Dottenfelderhof in Bad Vilbel.
Elias Gruber
ist neben seinem Engagement bei der jungen AbL außerdem als Agrarwissenschaftler tätig in Praxisforschungsnetzwerken in Hessen. Dort arbeitet er an der Schnittstelle zwischen landwirtschaftlichem Alltag auf den Höfen und agrarwissenschaftlicher Forschung.
Tim Carlo Bettermann
studiert am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel. In seinem Master-Studium befasst er sich u.a. mit der Gemeinsamen Argarpolitik der EU (GAP) und der Frage, wie diese bäuerliche Betriebe langfristig erhalten und Junglandwirt:innen aktiv unterstützen kann.
Bettermann und Gruber sind Mitglieder der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Nordhessen.
Monja Ben Messouad
Jan-Felix Thon
st aktiv in der Initiative „Lidl & co. enteignen“, Gärtnermeister und Vorstand der solidarischen Landwirtschaft und Genossenschaft Ko-La Leipzig.
Sarah Charlotte Bloch
erlernte als Kind schon die französische Haute Cuisine von ihrer Großmutter, ist Modedesignerin, hat Lehraufträge als bildende Künstlerin, vermittelt Jugendlichen in Kunstkursen das Zeichnen und António und seinen Rider-Kollegen, wie gut vegetarisch/vegane Küche sein kann.
Antonio Fernandes Coelho
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ist wissenschaftliche Geschäftsführerin des Cornelia Goethe Centrums, Forscherin zu Diskursen und Praktiken der Verteidigung von Körper, Territorium und Leben in Protest- und Widerstandsbewegungen gegen extraktive Projekte in Mittel- und Südamerika und Deutschland.
Monja Simon
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Aliquam a rutrum est, in porta orci. Praesent vitae lacus fermentum, pulvinar leo a, dictum enim. Curabitur sagittis libero ac consequat mattis. Mauris elit elit, malesuada at malesuada sit amet, ornare sed purus.
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Dr. Elise Wach
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Kontakt
info@frankfurter-stadtteilkueche.org
mitmachen@frankfurter-stadtteilkueche.org
presse@andpartnersincrime.org
sponsoring@frankfurter-stadtteilkueche.org
Unsere Petition:
https://www.change.org/p/ernährungsgerechtigkeit-jetzt-kommunale-stadtteilküchen-für-frankfurt
Instagram:
https://www.instagram.com/frankfurter_stadtteil_kueche/
Webseite:
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Partner und Förderer
Ein Projekt von andpartnersincrime im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain, dem Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt, dem Frauenreferat und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt.
In Koproduktion mit Künstler*innenhaus Mousonturm und in Kooperation mit YRD.Works.
In Trägerschaft von FöDaKü Hessen e.V..
Die Recherche, wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation dieses Projekts wurde ermöglicht aus Mitteln der Hans Sauer Stiftung.

Impressum
Partners in crime GbR
Gutleutstraße 8 -12, Studio 110
60329 Frankfurt am Main
Kontakt: info@andpartnersincrime.org
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